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Neuer Partner aus der Region - hep!

 

Vor wenigen Wochen ist ein neues Mitglied zum #teamgabius dazugestoßen!

 

hep capital ist ein auf Investments im Bereich Erneuerbare Energien fokussierter Finanzdienstleister, hep energy ist zuständig für Entwicklung, Bau und Betrieb von Anlagen aus dem Bereich Erneuerbarer Energien weltweit. 

Das Team von hep ist ein bisschen sportverrückt - genau die richtige Mischung, denn auch ich setze auf den bewussten Umgang mit Ressourcen und denke, dass jeder eine gewisse Verantwortung für eine saubere und nachhaltige Umwelt hat. 

Erste gemeinsame Aktion wird meine Teilnahme an der Challenge Heilbronn in der hep-Staffel sein - ich übernehme selbstverständlich den Laufpart von 21,1km - und ich bin fit ;)

Wann: Samstag, den 17.06.2017 nachmittags mit Teilnahme an der Pressekonferenz um 18:00 Uhr

und am Sonntag, den 18.06.2017 natürlich beim Rennen und hinterher am hep-Stand - ich freue mich auf euren Besuch!

Neustart: Neuer Verein 

 

 

Ich habe ein neues sportliches Zuhause gefunden. Mein neuer Verein heißt TherapieReha Bottwartal e.V., für den ich ab dem 01.01.2017 an der Startlinie stehen werde.

 

Der Wechsel zum Verein meines langjährigen Physiotherapeuten und Freundes Jürgen Siegele ermöglicht mir auf der einen Seite, dass ich mich zu 100 Prozent auf meine sportlichen Ziele konzentrieren kann, aber auch, dass ich in den nächsten Jahren allmählich einen Einstieg als Arzt in dem Bereich der Rehabilitation haben werde.  

Ich erhoffe mir von dem Wechsel vor allem, dass ich mich in aller Ruhe auf die kommenden sportlichen Aufgaben konzentrieren kann, was mit meinem alten Verein leider nicht immer möglich war…

hr Heimspiel vom 24.10.2016 

 

(25.10.2016)

Es ist wieder soweit! Am Wochenende findet der 35. Frankfurt Marathon statt. In diesem Jahr kann ich aufgrund meiner Verletzung noch nicht über die volle Distanz gehen, werde dennoch mit einer Staffel an der Startlinie stehen. Dieses Erlebnis lass ich mir nicht entgehen und werde von Freitag bis Sonntag vor Ort sein.

Wie auch in den letzten zwei Jahren war ich bei der Sportsendung des HR zu Gast. Hier der Link zur Sportseite mit Videos der Sendung: http://hessenschau.de/sport/index.html

Am Samstag werde ich beim traditionellen Brezellauf sein (Start 10 Uhr Messe Frankfurt Eingang City) und natürlich auf der Pastaparty in der Festhalle. (ca. 15:20 Uhr). Von 16-17 Uhr werde ich dann noch auf der Messe am Runners World Stand vorbeischauen und jede Frage beantworten. Also kommt einfach vorbei, ich freue mich über Euren Besuch!!!

(28.07.2016)

Der Traum meines ersten Olympischen Marathons ist in dieser Woche leider geplatzt. Nachdem ich vor 14 Tagen meine Beschwerden, die mich zum sehr frühen Ausscheiden im Halbmarathon bei den Europameisterschaften in Amsterdam gezwungen hatten, mit einem MRT abgeklärt hatte und eine kleine Laufpause von wenigen Tagen einlegte, fuhr ich voller Motivation und Vorfreude auf Rio in das unmittelbare Vorbereitungstrainingslager in St. Moritz.

Dort wurden die Beschwerden in der Hüfte jedoch nicht von Tag zu Tag besser, sondern mit jedem Tag schlimmer. Ruhige Dauerläufe waren weniger das Problem, aber sobald ich etwas das Tempo anziehen wollte, kamen die Schmerzen. Frustriert fuhr ich nach Hause und machte ein Termin für ein weiteres MRT. Doch die alten Aufnahmen passten jetzt zu meinen Symptomen.

Die Symphyse und die Schambeine sind zu stark entzündet.

 

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie enttäuscht und traurig ich darüber bin, nicht in Rio an den Start gehen zu können. Ich habe mich wie gewohnt akribisch auf die Spiele vorbereitet, bin das Rennen in meinem Kopf schon mehrere Male durchgegangen, habe unzählige Trainingskilometer gesammelt, meine Ernährung bereits in Richtung Rio umgestellt und muss nun mit diesem riesengroßen Rückschlag klarkommen. Verletzt war ich – bis auf einen Muskelfaserriss vor einigen Jahren – noch nie.

 

Über meine Fortschritte halte ich euch in den kommenden Wochen auf dem Laufenden. Allen Rio-Startern wünsche ich natürlich viel Spaß und Erfolg!

Bach sollte es besser wissen

Mein Gastbeitrag in der FAZ vom 25.05.2016

 

Ich bin Deutschlands bester Langstreckenläufer. Ich habe im letzten Herbst den 27 Jahre alten Deutschen Rekord aus DDR-Zeiten im Marathon gebrochen. Ich bin bereits für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro qualifiziert, es könnte eine Top-10-Platzierung werden. Und ich stehe unter Verdacht. 

Kürzlich nahm ich an einem Straßenlauf in Paderborn teil. Ich lief an der Spitze zusammen mit fünf Ostafrikanern. Wir liefen durch ein Wohngebiet. Ein Mann mit Bierbauch schrie mir hinterher: „Na, Deine Dopingprobe möchte ich erst einmal abwarten!“. Der Verdacht ist in Deutschlands Vorgärten angekommen. 

 

Laufen ist mein Beruf und mein Leben. Ich lebe von Sponsorengeldern, Antrittsgeldern und Prämien. Ich laufe für Anerkennung, Respekt und Wertschätzung durch mein Publikum. Ich reise um die Welt und lerne dabei großartige Menschen kennen. Es ist der schönste Beruf der Welt. Eigentlich.  

Um diesen Beruf ausüben zu dürfen nehme ich Einschränkungen hin und erfülle Auflagen, die selbst vorzeitig entlasse Straftäter auf Bewährung nicht kennen. Ich kann jederzeit zwischen 6 und 23 Uhr kontrolliert werden. Wildfremden Menschen erlaube ich den Zutritt zu meiner Wohnung für die Abgabe von Blut- und Urinproben; dabei bin ich unter ständiger Aufsicht. Ich melde personenbezogene Daten wie meinen Aufenthaltsort, die Wohnorte meiner Familie und Freunde an ein System, das bis vor wenigen Jahren so etwas wie Datenschutz überhaupt nicht kannte.  

 

Nun lese ich in einem Gastbeitrag des Präsidenten des IOC Dr. Thomas Bach unter der Überschrift „Die Unschuldsvermutung könnte in Frage stehen“, dass dieser ernsthaft in Betracht zieht, den Athleten eines „kontaminierten“ Verbandes die Beweislast aufzuerlegen, dass ihre Dopingtests international und unabhängig vorgenommen worden sind und den Regeln ihres internationalen Verbandes und des Welt-Anti-Doping-Codes entsprechen. Ziel sei es hierdurch eine Chancengleichheit zwischen allen Sportlern herzustellen. Eine Beweislastumkehr ganz im Sinne des sauberen Sportlers?

Der im Verfassungsrecht promovierte Jurist Dr. Bach sollte es besser wissen als der deutsche Durchschnittsbürger im Paderborner Vorgarten. Sein Vorschlag verkehrt die Unschuldsvermutung, das Fundament eines jeden Rechtsstaats, in ihr Gegenteil. Er meißelt den Generalverdacht in Stein. Und er verlagert die Verantwortlichkeit für kriminelle Machenschaften von Verbänden und Regierungen auf den Athleten. Das ist zu viel. Eine vorübergehend verhängte Kollektivstrafe ist nicht dasselbe wie eine generelle Schuldvermutung.

 

Athleten sind nicht verantwortlich für die Effektivität und Transparenz des Anti-Doping-Systems in ihrem Land. Sie haben keinen Einfluss auf die institutionelle Struktur und Zusammensetzung der nationalen Anti-Doping-Agenturen. Sie müssen sich diesem System unterwerfen, um ihren Sport auf internationaler Bühne überhaupt ausüben zu dürfen. 

 

Das IOC muss endlich Druck auf die Regierungen (und Verbände) ausüben und deutliche Signale setzen. Regierungen haben ein ureigenes Interesse daran, dass die besten Sportler des Landes dieses auf der großen Bühne der Olympischen Spiele auch präsentieren. Bach darf sich, das IOC und die Sportwelt nicht dem Verdacht aussetzen, die vollkommen gerechtfertigte Suspendierung inkriminierter Sportsysteme durch die Hintertür zu untergraben. Das IOC muss mit letzter Konsequenz gegen korrupte und augenfällig kranke Systeme vorgehen - auch, wenn dies bedeutet, ein Land vollständig von den Olympischen Spielen auszuschließen. Nur so lassen sich bestehende Strukturen aufbrechen und ein Neuanfang anstoßen. Ließe man einzelne Sportler trotz Ausschluss ihrer Nation zu, würde der gewünschte Effekt sicher nicht erreicht. Das Land wäre trotz der groben Verfehlungen gegen den internationalen Standard durch diese Sportler Teil der olympischen Familie - unabhängig davon, ob diese Sportler unter IOC-Flagge oder ihrer eigenen Flagge starten.  

   

Die Kompetenzen und die finanzielle Ausstattung der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) müssen erheblich gestärkt werden. Es kann nicht sein, dass gravierende Verdachtsmomente gegenüber verschiedenen staatlichen Anti-Doping-Systemen bestehen und es der Wada an Mitteln fehlt, diesen gezielt nachzugehen, etwa durch die Einsetzung von Untersuchungskommissionen. „Empfehlungen“, die die Wada ausspricht, sollte wesentlich mehr Verbindlichkeit beigemessen werden.     

 

Übrigens: Auch deutsche Athleten hätten ihre liebe Mühe damit, den Beweis international und unabhängig vorgenommener Dopingproben durch ein IOC-zertifiziertes Labor mit Erfolg anzutreten. Die nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) ist weit davon entfernt, unabhängig zu sein. Als ich kürzlich die institutionellen Unzulänglichkeiten der Nada öffentlich kritisierte, bekam ich eine kurze E-Mail der Öffentlichkeitsarbeit der Anti-Doping-Agentur, in der ich gefragt wurde, ob ich denn auch die Ergebnisse meiner Dopingtests regelmäßig veröffentlichen würde. Und wieder wird der Athlet in die Pflicht genommen.

 

http://www.faz.net/aktuell/sport/sportpolitik/gastbeitrag-von-arne-gabius-bach-sollte-es-besser-wissen-14251129.html